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Edward Bulwer-Lytton - Ernest Maltravers

Edward Bulwer-Lytton - Ernest Maltravers



Ich lege diesen Roman hier in eigener Übersetzung vor, und zwar auf der Basis der Urfassung von 1837, einschließlich des Nachworts sowie der Anmerkungen des Verfassers aus der zweiten Auflage, 1840, die Bulwer an etlichen Stellen z.T. stärker umgearbeitet hat.
Die Abweichungen dieser zweiten Auflage habe ich in die Anmerkungen übernommen, bei denen ich im Übrigen das Ziel verfolgte, den kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund des Romans ein wenig zu erhellen. Bulwer konnte bei seinen zeitgenössischen Lesern noch auf ein weitgehendes Verständnis seiner zahlreichen Anspielungen rechnen, das heute geschwunden sein dürfte. Ich war selbst erstaunt, dass am Ende auf diese Weise 288 Fußnoten zu Stande gekommen sind.
Bei dieser Übertragung versuchte ich, das Sprachgefüge des Werkes mit den Erfordernissen guten deutschsprachigen Prosastils zu vermitteln, was wegen bestimmter Neigungen des Autors seine Grenzen hat; als Übersetzer sehe ich mich einer gewissen Werktreue verpflichtet. D.h. z.B., dass längere Satzperioden nicht um jeden Preis zu syntaktischem Kleinholz gemacht werden sollten. Arno Schmidt, seinerseits ein bedeutender Bulwer-Lytton-Übersetzer ("Dein Roman", "Was wird er damit machen"), hat in einem seiner Funkessays die Behauptung aufgestellt, dass ein Großteil der Übersetzungen bedeutend besser sei als das Original. Dahinter steckt die Wahrnehmung des übersetzenden Schriftstellers, der bei seiner Arbeit den Autor immer wieder bei Nachlässigkeiten ertappt; mir erging es nicht anders, und ich habe mich, wo ich es verantworten konnte, natürlich um Verbesserung bemüht.

Übrigens ist dieser Roman der erste von zwei aufeinander folgenden. Erst mit "Alice oder die Geheimnisse", auch in ngiyaw, kommt die Geschichte zum Abschluss.

Das Cover beruht auf einem Frontispiz einer zeitgenössischen englischen Ausgabe.


(brucewelch)


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